Sprachunabhängige Notation
Die Notizentechnik wurde von Heinz Matyssek, Dozent am Institut für Übersetzen und Dolmetschen (IÜD) der Universität Heidelberg, entwickelt. Sie dient der sprachunabhängigen Notation bei der Konsekutivverdolmetschung und soll dem Dolmetscher als Gedächtnisstütze bei der Wiedergabe der Rede helfen.
Die Notizentechnik basiert auf einer Mischung verschiedener, aufeinander aufbauender Grundsymbole, die von jedem Dolmetscher - je nach Bedarf - individuell angepasst und durch Abkürzungen ergänzt werden können. Die Notizen verschiedener Dolmetscher weichen daher mehr oder minder stark von einander ab. Der wesentliche Vorteil der Notizentechnik liegt darin, Inhalte abstrakt zu speichern. Im Gegensatz zur sprachgebundenen Stenographie kann der Dolmetscher den Sinn somit "auf einen Blick" erfassen und wiedergeben, wie folgendes Beispiel verdeutlichen soll.
Beispieltext:
"Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich freue mich sehr, Sie heute so zahlreich auf unserer Vertriebstagung begrüßen zu dürfen. Sie alle wissen, dass unsere Branche in den letzten Jahren tief greifende Veränderungen durchgemacht hat. Diese gilt es nun als Chance zu begreifen und im Sinne einer positiven Zukunft für unser Unternehmen zu nutzen."
Und hier ein mögliches Notationsbeispiel:

